UNESCO Welterbe "Oberes Mittelrheintal"

Einmalige Kultur und Landschaft

Seit dem 27. Juni 2002 wird unsere Region auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO geführt. Das Welterbegebiet Oberes Mittelrheintal erstreckt sich hierbei von Koblenz bis Bingen/Rüdesheim entlang des Rheinverlaufs auf insgesamt 67 Kilometern.

Den begehrten Titel trägt das Rheintal aufgrund seiner einzigartigen Kulturlandschaft, die durch das kulturelle Erbe bestimmt ist. Hierzu gehören unter Anderem die viel besungene Rheinromantik, die Heinrich Heine zur Dichtung des Liedes über die Loreley inspirierte gleichermaßen, und die unzähligen Burgen am Mittelrhein. Seine Erscheinung verdankt das Tal dem Flussverlauf. An den Hängen des Rheintals wiederum findet die begehrte Rieslingrebe ideale Wachstumsbedingungen vor. Neben der Kultur bietet die Region weitere touristische Anziehungspunkte wie die berühmten Wanderstrecken des Rheinsteig, Rhein-Burgen-Weg oder der Traumschliefen.

Lesen Sie hier einen Auszug zur offiziellen Begründung der UNESCO:

Die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal, im Norden und Süden durch die Städte Koblenz, Bingen und Rüdesheim begrenzt, findet sich seit Juni 2002 auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Anlässlich der Aufnahmeentscheidung würdigte die UNESCO das Obere Mittelrheintal als eine Kulturlandschaft von großer Vielfalt und Schönheit. Der außergewöhnliche Reichtum der Landschaft an kulturellen Zeugnissen und Assoziationen sowohl historischer wie auch künstlerischer Art wurde hervorgehoben. Seine besondere Erscheinung verdankt die Welterbestätte einerseits der natürlichen Ausformung der Flusslandschaft, andererseits der Gestaltung durch den Menschen. Darüber hinaus wurde auch die Bedeutung des Rheins gewürdigt, der seit zwei Jahrtausenden einen der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas darstellt. Da das Obere Mittelrheintal der prominenteste Abschnitt des Stromverlaufs ist, wurde es stellvertretend für den ganzen Rhein in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Die als Welterbe anerkannte Region ist der südliche, rund 65 km lange Abschnitt des Mittelrheingebiets, definiert als das Durchbruchstal des Rheins durch das Rheinische Schiefergebirge. Im Herzen unseres Kontinents gelegen, mal Grenze, mal Brücke der Kulturen, spiegelt es die Geschichte des Abendlandes exemplarisch wieder. Hochrangige Baudenkmäler haben sich hier in einer Fülle und Dichte erhalten, die in keiner anderen europäischen Kulturlandschaft so wieder zu finden sind. Mit seinen steilen, bis heute teilweise rebenbesetzten Talhängen, den auf äußerst schmalen Uferleisten oder in der Einmündung von Seitentälern zusammengedrängten Siedlungen sowie den wie Perlen entlang einer Schnur aufgereihten Höhenburgen auf den Felsvorsprüngen der Mittelterrasse gilt das Tal als Inbegriff der romantischen Rheinlandschaft. Reisende aus fast allen Erdteilen und Ländern haben sie zum Ziel gewählt; Literaten, Maler und Musiker haben sie zum Thema ihrer Arbeit gemacht. Tief eingeschnitten, im Windschatten des Hunsrücks gelegen bildet es zugleich einen klimatischen Gunstraum. Hier fanden, vor allem durch die Umformung der felsigen Steilhänge in eine offene Weinbau-Terrassenlandschaft, Tiere und Pflanzen einen Lebensraum, deren Verbreitungsgebiete ansonsten im Mittelmeerraum und im Südosten Europas zu suchen sind.

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