Kurfürstliche Burg Boppard

Kurfürstliche Burg Boppard

Die Kurfürstliche Burg Boppard ist eine der wenigen Burgen am Rhein, die nie zerstört wurde. Erbaut vom König Richard von Cornwall im Jahre 1256 wurde diese wenig später (1312) an den Kurfürsten und Erzbischof von Trier, Balduin von Luxemburg, verpfändet. Sie ist eine Niederungsburg direkt am Rheinufer, deren Hauptzweck darin bestand, den Rheinzoll zu sichern, weshalb sie als Zwing- und Zollburg ausgebaut wurde.

Nur wenige Bauten in Boppard sind so mit der Stadtgeschichte verwunden wie die Kurfürstliche Burg Boppard. Im 15. Jahrhundert erstürmten Bopparder Bürger die Burg im „Bopparder Krieg“ als Sie sich gegen die kurfürstlich-trierische Herrschaft auflehnten. Während der Französischen Revolution diente sie als Lazarett. Zu Beginn des 19. Jahrhundert wurde sie kurzerhand für 3 Jahre als Strafanstalt genutzt. Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts beherbergte die Kurfürstliche Burg Boppard im Westflügel ein Polizeirevier.

Sanierung und Widereröffnung der Burg in Boppard 

In den Jahren 2009 bis 2015 wurde die Kurfürstliche Burg Boppard aufwendig saniert. Hierbei wurde versucht, die Bausubstanz weitestgehend zu erhalten und neue Elemente behutsam zu integrieren. Entstanden ist eine Assemblage zwischen Neu und Alt. Neben einem gastronomischen Angebot ist hier auch das Thonet Museum untergebracht, dass die Geschichte von Michael Thonet zeigt. Dem bekannten Sohn der Stadt, der mit seiner Erfindung der Bugholztechnik zu Weltruhm gelangte, ist hier eine Ausstellung mit einigen besonders schönen Exponaten gewidmet.

Kurfürstliche Burg Boppard • www.museum-boppard.de

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Burg Boppard