Drachenfels

Burg Drachenfels – Höhenburg aus Vulkangestein

Burg Drachenfels ist eine Burgruine aus dem 10. Jahrhundert, die vor den Toren von Köln liegt. Die mittlere Höhenburg thront mit 321 Metern oberhalb von Königswinter und kann getrost als eines der Wahrzeichen des Siebengebirges tituliert werden.

Burg Drachenfels selbst und seine Kuppe bestehen aus wertvollem vulkanischen Gestein (Trachyt). Dieser wurde im Mittelalter insbesondere für den Bau von Kirchen verwendet. Bekanntestes Beispiel hierunter ist wohl der Kölner Dom, dessen Außenfassade aus Drachenfelser Trachyt hergestellt wurde. Dieser Umstand stellte sich als Fluch und Segen zugleich heraus und verwickelte die Burgherren ein ums andere Mal in Gefechte und Belagerungszustände. Der Drachenfels entstand als Vulkandom und ist somit eine so genannte Quellkuppe. Anders formuliert thront die Burg auf einem nicht ausgebrochenen Vulkan. Dies hatte zur Folge, dass fortwährend Gesteinsbrocken den Burgabhang rollten. Das im Mittelalter als sehr beliebt geltende Baumaterial wurde bereits von den Römern ein Stück rheinabwärts verwendet. Ältere Kupferstiche zeigen die bekannte Rutsche des Gerölls, auf der fortwährend die Steine den Abhang rheinseitig hinunterrollten.

Burg Drachenfels wäre fast versunken

Dem Umstand der aufkeimenden Rheinromantik ist es zu verdanken, dass Burg Drachenfels heute noch existiert. Das damals stetig steigende Interesse für die heimische Region mit einem wachsenden Gespür für die Schönheit der Landschaft trug hierzu entscheidend bei. Der bekannte Dichter der Rheinromantik, Heinrich Heine, war unter den Studenten, die 1819 auf Burg Drachenfels zogen, um den Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig zu feiern. Er verarbeitete das Erlebnis in seinem Gedicht „Die Nacht auf dem Drachenfels“. Auch Lord Byron trug mit seinem Besuch 1816 für ein stetes Interesse an der Burg und der Region bei. Diese neue Aufmerksamkeit hatte zur Folge, dass umfangreiche Maßnahmen ergriffen wurden, um die Burg langfristig zu sichern, denn andernfalls wäre Burg Drachenfels womöglich von der Bergkuppe abgerutscht.

Drachenfels • 53639 Königswinter • www.der-drachenfels.de

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